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Weltmeisterliche Erfinder

Viele Menschen hinter genialen Ideen sind kaum bekannt. Sie tüfteln im Stillen und formen die Welt von morgen. Der schweizerisch-französische Doppelbürger Maurice Koechlin aus dem Elsass war so ein schweigsamer Kreativer. Im Büro eines gewissen Gustave Eiffel ersann er als leitender Ingenieur das Grundgerüst des Eiffelturms. Oder wer kennt noch Jacob Christoph Rad aus Brugg AG, der um 1840 den Würfelzucker erfand? Oder Walter Steiner aus Winterthur, der 100 Jahre später der Welt die Wäschespinne schenkte? 

Kein Land der Welt ist bezogen auf seine Einwohnerzahl so erfinderisch wie die Schweiz. Warum? Wir Eidgenossen leben seit Jahrhunderten in den gleichen Grenzen, erobern die Welt lieber mit Ideen als mit Waffen. Als Triebfedern für dieses einzigartige Potenzial bezeichnen Innovationsforscher neben der Rohstoffknappheit vor allem Qualitätsbewusstsein und Geduld – Schweizer Urtugenden. Der auf diesem Weg friedlich erkämpfte Wohlstand spielt eine ebenso wichtige Rolle: Er schafft Freiraum für Träume und Tüfteleien.

Revolution in der Mundhöhle
Das gilt offenbar bis heute. Ein Beispiel: Dr. Dominik Lysek wurmt seit jeher, dass von Karies befallene Zähne erst aufgebohrt und dann wieder aufgebaut werden müssen. Geht das nicht ohne kreischenden Bohrer? Es geht. Lyseks Team der Firma Credentis, die in Windisch AG Medizintechnik für den Dentalmarkt entwickelt, hat «intelligente Eiweissmoleküle» entwickelt, die befallene Stellen von Kariesbakterien befreien und Mineralien im Speichel zum Aufbau von neuem Zahnhartgewebe nutzen. Die Karieskiller kommen als Lösung daher, die ohne Bohren und völlig schmerzfrei aufgetragen wird. Die Revolution in der Mundhöhle brachte Credentis den Swiss Technolgy Award 2013 ein.

Ideen hartnäckig verfolgen und umsetzen
Der Award beweist seit 25 Jahren, was seit über 250 Jahren Fakt ist: Erfinder sind für die Schweizer Wirtschaft absolut zentral. Hinter fast jedem technischen Betrieb steckt eine Erfindung. Von der traditionsreichen Uhrenindustrie über die grossen Pharmamultis bis zu internationalen Think Tanks basieren die grössten ökonomischen Erfolge des Landes auf genialen Geistesblitzen und grandioser Forschungsarbeit in einem höchst kreativen Umfeld. Die Technikfreundlichkeit der Schweiz, die weltweit über die grösste PC- und Laptopdichte verfügt, trägt ihr Übriges dazu bei.

«Die simpelsten Ideen sind oft die besten», versichert Dr. Gabriela Senti von der Hypo Pet AG Zürich, die ebenso wie Credentis für einen revolutionären Ansatz geehrt wurde: Die Forscher impfen Hauskatzen so, dass ihr Speichel weniger allergieauslösende Proteine enthält. Was für eine gute Nachricht für sämtliche Katzenallergiker dieser Welt.

7 Bewertung(en)

Kommentieren Antworten

  • Stefanie,

    Wie geht man vor, wenn man sehr gute Ideen hat, diese jedoch aus finanziellen Gründen und auch wenn die Finanzen vorhanden wäre, nicht umsetzen kann, weil einem z. B. das technische Know-how fehlt?

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