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Wellness in der Wanne

Der Himmel ist grau, nasskalter Wind beisst im Gesicht. Aus den feuchten Schuhen kriecht die Kälte nach oben, der Hals kratzt, die Nase tropft. Wintertage können ganz schön ungemütlich sein. Jetzt nach Hause kommen, ab ins Bad, das Wasser einlassen, eine Badekugel, ein Salz oder ein Öl ins wohlig warm dampfende Nass geben und hinein ins Vergnügen.

Ein warmes Bad ist in Tagen wie diesen für viele ein Sehnsuchtsort, um zu entspannen und einen wohligen Gegenpol zum grauen Alltag zu setzen. Damit befinden sie sich in guter Tradition. Um die erholsame und pflegende Wirkung von Vollbädern wusste bereits die ägyptische Königin Cleopatra. Sie badete in Milch und Honig, was damals purer Luxus war, aber nachweislich gereizte Haut beruhigt, rückfettend wirkt und entspannt. Kein Wunder also, dass Cleopatra ihren Zeitgenossen als die schönste Frau des Universums vorkommen musste.

Ein Bad für alle
Auch die Römer – allen voran Cleopatras Liebhaber Caesar – schätzten das Bad als Ort der Ruhe. Für sie war das Baden nicht nur zum Reinigen gedacht, sondern auch gesellschaftliches Ereignis. Um 400 nach Christus gab es allein in Rom elf öffentliche Thermen und 856 Privatbäder. Die öffentlichen Thermalbäder waren beliebte Treffpunkte und mit wertvollen Mosaik- und Marmorböden, mehreren Badebecken und Räumen für Schwitz- und Dampfbäder ausgestattet.

Von Rom war der Weg ins private Bad allerdings noch weit. Im Mittelalter lagen stattdessen Badehäuser im Trend. Wohlhabende genossen das Schwitz- und Wasserbad als gesellschaftliches Ereignis. Dort traf man sich, ass und trank und kam sich näher. Mitunter so nah, dass Badehäuser im Ruf standen, Bordelle zu sein. Ihren Priestern untersagte die Kirche daher vorsorglich, diese Art der Wellnesstempel aufzusuchen.

Es geht auch ohne Wasser
Baden war immer mit Aufwand an Platz, Arbeit, Zeit und Heizkosten verbunden. Im 17. und 18. Jahrhundert musste in Stadtwohnungen eine sechs- bis zehnköpfige Familie auf etwa 50 Quadratmeter Fläche zusammenrücken. Badezuber hatten daher entsprechend klein auszufallen, zumal das Wasser zumeist vom Brunnen herangeschleppt und in der Wohnung über dem Holzfeuer erhitzt werden musste. Da erschien es den Zeitgenossen komfortabler und einfacher, sich mit sauberen, parfümierten Tüchern abzureiben, häufiger als einmal im Monat die Wäsche zu wechseln und die Haare mit parfümierten Pudern in Schuss zu halten. Wasser stand in dieser Zeit ohnehin im Ruf, dass es durch die Poren in den Körper eindringe, diesen von innen her aufweiche und die Gesundheit dadurch gefährde.

In der Antike wurden Wannen aus Ton und Stein gefertigt, im Mittelalter war Holz das Material der Wahl und im 19. Jahrhundert verzinktes Eisenblech und Gusseisen. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts brachen sich emaillierte Stahlbadewannen ihre Bahn. Heute konkurrieren Beton, Holz oder Verbundstoffe mit ihnen um die Gunst der Kunden.

Mehr als ein Gefäss
Bad-Designer sehen in der Wanne dabei längst mehr als ein Gefäss. Im Idealfall hat sie eine Whirlpool-Funktion, lässt sich zur Ruheliege umfunktionieren oder steht als Designobjekt mitten im Raum. Im Trend liegen heute auch Kunstharze, denen Mineralien beigemischt werden. Da dieser Materialmix gegossen wird, sind sehr ausgefallene Formen möglich.

Gerade wenn Bad und Schlafzimmer zu Wohlfühlzonen verschmelzen, bekommt nicht nur die Wanne eine neue Rolle. Simple Waschbecken werden zu langen Sideboards mit aufgestellten Schalenbecken. Die Dusche ist keine quadratische Nasszelle mehr, sondern eine transparente, frei begehbare Benetzungszone. Hier sprudelt das Wasser dank integrierter LED-Lichttechnik mittlerweile in allen möglichen Farben. Cleopatra hätte in diesen kalten Wintertagen vermutlich ihre helle Freude daran.

16 Bewertung(en)

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  • Susanne,

    Sehr aufschlussreicher und gut getexteter Artikel über die Geschichte des Badens. Kompliment! War ein Lesegenuss - das Bad muss leider noch etwas warten...

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  • E.Schäfer,

    Super danke schön werde es mal probieren.

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  • Doris,

    Sehr aufschlussreich dokumentiert .... lädt zum verweilen ein. Werde ich über die Festtage mal testen

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  • Evelyne,

    Ich schliesse mich Susanne an. Herrlicher Text über alte Badekulturen. Danke !!! Werde beides ausprobieren...

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  • Verdi,

    Super Danke ich werde ausprobieren.

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  • Doris,

    Freue mich jetzt schon auf das Kuschelbad......danke für diesen aufschlussreichen Artikel.

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  • Annalise,

    Spannender Artikel über alte Badekulturen. Nebst Bädern lebten die Römer auch schon mit Zentraler-Heizung. Aber lieber ist mir meine Badewanne und ich werde diese Tage Ihre tollen Vorschlge mal testen. Danke für die Typs.

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  • Conny,

    Tolle Idee. Werde mir gerne ein solches Bad zusammenstellen und geniessen. Ein wunderbar passender Text zu dieser kalten Jahreszeit.

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  • Ruth,

    Kann ich nur beipflichten. Interessanter und informativer Artikel. Werde dies die Tage ausprobieren, bin eh ein Bade-Freak. Danke!

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  • Ursula,

    mir geht das langsam alles zu weit - bitte lieber günstigere Prämien in allen Bereichen

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  • Anonymous,

    B. Hausammann. Super diese tips

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  • Astrid,

    Interessanter Text ...... er verführt zum ausprobieren.

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  • Mutti rene&bluewin.ch,

    Super werde meine Frau gerne überraschen .Super Ideee

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  • Gülay,

    toll.. etwas anderes als nur prämien rechnungen zu schicken.... ich würde so gerne alle warianten probieren aber nacher meine badewanne zu reinigen ....

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  • Andrea,

    Herzlichen Dank für den gut geschriebenen Artikel das Cleopatra Bad kann ich weiter Empfehlen besonders in dieser von selbst gemachten stressigen Zeit.

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  • S. Frutiger,

    Danke für den Tipp, werde heute Honig und Milch einkaufen :-)

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