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Verführerische Aromen

Düfte sind essentiell. Ihre Aromen enthalten nicht nur wichtige Informationen und können bei richtiger Deutung sogar Leben retten. Über Düfte entscheidet sich auch Zuneigung und ein gut oder richtig duftender Mensch kann auf diese subtile Weise die Wahl zum Partner fürs Leben beeinflussen. Kein Wunder also, dass ein Parfümeur nicht nur als olfaktorisches Genie gilt, sondern auch als Romancier, als Versteher der Liebe und der Leidenschaft, als Kompositeur für Charakter, Begierde, Umgebung und Zeitgeist. Keine Frage also: Parfümeure sind Künstler!

Immer mehr neue Düfte
Doch die Kunst kommt mittlerweile saisonal in unsere Nasen. Immer mehr neue Düfte, neue Verkaufsstrategien, globale Launches: Es ist – gelinde gesagt – unübersichtlich geworden. Selbst für ausgewiesene Spürnasen. So sagt etwa die Schweizer Parfümeurin Vero Kern von Vero Profumo (www.veroprofumo.com): «Es dauert so lange, bis ein wirklich guter Duft kreiert wird. Da macht es mir manchmal Angst, wenn ich sehe, was alles in die Läden kommt. Es gibt ständig neue Düfte, aber was ist tatsächlich neu?»

Geheimtipps aus den Nischen
Immer mehr Parfümliebhaber wollen den scheinbaren Trends der Grosskonzerne nicht nachlaufen. Sie haben ihren eigenen Weg gefunden und setzen auf Schweizer Duftnischen. Dort haben sich Vero Kern, Andy Tauer, Friedemann Ramacher mit Sentifique, Sebastian Fischenich und Tobias Müksch von Humiecki & Graef bei Kennern einen Namen gemacht – sie haben Zürich zur heimlichen Dufthaupstadt der Schweiz gemacht. In Bern setzt darüber hinaus Brigitte Witschi weithin beachtete olfaktorische Akzente. Längst zählen Duftkreateure diese zu den Geheimtipps – weit über die Grenzen der Schweiz hinaus. Auch weil sie ihren weltweiten Kunden mit den Düften Geschichten erzählen und die damit einhergehende handwerkliche und sinnliche Kunst schätzen.

Jeder Duft steht für eine Idee
Brigitte Witschi aromatisiert für ihr eigenes Label art of scent die Bergwelt oder das Brauchtum des Alpsegens. Der Duft erzeugt seine eigenen Bilder im Kopf, er wird zum Teil des Schweiz-Empfindens. Am Anfang steht für jeden Duft eine Idee. Das Plätschern eines Bergbachs, die Majestät der Felsmassive, die Lieblichkeit von Alpenveilchen: «Es ist wie in der Musik, Düfte zu erkennen geht nur über Übung. Ich trainiere die Nase und versuche aus natürlichen Essenzen das heraus zu filtern, von dem ich glaube, dass es Kopf, Herz und Basis meiner Vision wiedergibt. Das ist ein Prozess», erzählt Brigitte Witschi. Damit verbindet sich für sie immer auch ein handwerklicher Prozess. Jede Flasche wird in ihrer Manufaktur per Hand abgefüllt. «Da geht nichts schnell schnell», unterstreicht sie.  www.artofscent.ch

Schule der Düfte
Genau diese Liebe ist es, die Jean Guichard, Leiter der Parfümerieschule von Givaudan, Genfer Produzenten für Riech- und Geschmacksstoffe, seinen Schülern während der dreijährigen Ausbildung vermittelt. Er sagt immer wieder, dass ein guter Parfümeur in der Realität leben, ein Gefühl für Zeitgeist haben und über Charakter verfügen muss, damit er eine Eigenart entwickeln kann. Brigitte Witschi hat im südfranzösischen Grasse gelernt und gibt ihr Wissen mittlerweile in Workshops an interessierte Menschen weiter. «Ich helfe auch gerne dabei, einen eigenen Duft zu entwickeln und Menschen in die Welt der Düfte zu verführen.» Der Bedarf an solchen Entdeckungen, das wird in den Schweizer Nischenparfümerien offenkundig, wächst stetig. Kein Wunder: Düfte sind schliesslich essentiell.

Sinnliche Erfahrung: Die Nase als Wunderwerk – Wissenschaftler zeigen, wie sie in uns Bilder und intensive Gefühle entstehen lässt.

1 Bewertung(en)

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  • Duftfreundin,

    Sehr schöner Artikel, Danke!

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