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Superfoods Multitalente der guten Küche

Spirulina, Açai, Chia oder Goji: Kommt Ihnen das irgendwie «Spanisch» vor? Was unaussprechlich aussieht, hat es in sich. Denn hier handelt es sich um die neuen Wunderwaffen der gesunden Küche. Superfoods sind in aller Munde und in Amerika längst ein ganz grosser Hit. Spezielle exotische Früchte, Beeren, Samen oder Keimlinge, aber auch Algen oder Tees rüsten die Nahrungsaufnahme auf, sei es als wirkungsmächtige Ad-ons für Mahlzeiten, als Snack für zwischendurch oder Zugabe für den Super-Smoothie.

Da lohnt es sich doch etwas genauer hinzuschauen, was denn wirklich alles in den Superfoods steckt: Angeblich haben sie heilende Kräfte, wirken gegen Stress und Entzündungen, stärken das Immunsystem oder machen schlank. Der Açaibeere werden beispielsweise herausragende Fähigkeiten zum Abschmelzen von Fettpolstern und beim Anti-Aging nachgesagt. Und weil selbst Hollywoodstars auf die Kräfte der kleinen, runden dunkelblauen Beeren aus den Regenwäldern des Amazonas schwören, sind diese ein Blockbuster in der trendbewussten Küche.

Hochgeschätzt bei den Maya
Chiasamen ist für seinen hohen Gehalt an Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren bekannt und wurde bereits bei den alten Maya hoch geschätzt. Bei ihnen galten die proteinreichen Samen als Grundnahrungsmittel und dienten vor allem den Laufboten als energiespendende Begleiter. Deshalb werden die kleinen schwarzen Körner gerne von Sportlern ins Müsli gerührt. Die Gojibeere soll Schönheit und Jugend bewahren. Sie kommt ursprünglich aus China und wird dort in der Naturheilkunde und zum Kochen eingesetzt. Sie stärkt das Immunsystem und liefert jede Menge Energie sowie wichtige Aminosäuren und Mineralien.

Kein Wunder also, dass Food-Foren und Blogs die heilenden Kräfte der Superfoods beschwören. Grundsätzlich sammeln sich unter dem Begriff «Superfoods» natürliche, nicht industriell hergestellte Lebensmittel, die über einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien verfügen. Das allein macht sie gesund. Aber Superfoods müssen deswegen nicht zwangsläufig aus exotischen Regionen stammen.

Volle Power aus heimischen Gärten
Denn vor der Haustür wachsen jede Menge Superfoods, die ohne lange Transportwege frisch auf den Tisch kommen können. Dazu gehören Oregano, Petersilie, Brennnessel, Löwenzahn – oder Zwiebeln. In der Küche sind diese längst unentbehrlich, allerdings ist deren gesundheitsförderndes Potenzial lange nur von Insidern erkannt worden. 2015 wurde das Multitalent Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Wie ein natürliches Antibiotikum wirkt das Gemüse mit den sieben Häuten entzündungshemmend und lindert nicht nur Schmerzen bei Insektenstichen, sondern enthält auch noch viel Vitamin C und Kalium.

Sie klingen vielleicht nicht so exotisch wie Moringa, Açaibeere & Co., aber auch die heimischen Karotten, Heidelbeeren oder Randen haben jede Menge Superfood-Power in sich. Oder das Sauerkraut. Hinter dem Kohl aus dem Fass verbirgt sich eine wahre Vitaminbombe. Das Kraut enthält zudem probiotische Milchsäurebakterien, die für die Darmflora wahre Wunder vollbringen. Auch in Mandeln steckt weit mehr, als gemeinhin bekannt ist. Neben Proteinen, gesunden Fetten, Vitaminen und Mineralien liefern sie vor allem zellschützende Antioxidantien. Als Snack zwischendurch ist die Mandel nicht nur perfekt gegen den Hunger, sondern auch noch richtig gesund.

«Gutes Essen braucht Zeit»

Was ist dran am Superfoodstrend? Regula Wolf und Michael Schinharl, Herausgeber des Gourmet-Magazins «ZuGast» im Gespräch über gesunde Nähr- und Inhaltsstoffe im Essen.

Chia, Goji, Açai oder Baobab – «Superfoods» sind in aller Munde, klingen aber doch irgendwie fremd. Sind Sie auch schon auf den Geschmack gekommen?
Michael Schinharl: Mit diesen neuen Produkten lassen sich hervorragend kreative Vorspeisen und Salate herstellen. Sie sind aus der modernen Küche nicht wegzudenken, sie enthalten viele Vitamine und Ballaststoffe.
Regula Wolf: Für mich persönlich kommen diese Produkte von viel zu weit her. Es gibt Superfood, der in Europa wächst und den ich gerne esse: Apfel, Grünkohl, Sauerkraut, Avocado (zum Beispiel aus Spanien), Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, rote Johannisbeeren, Nüsse. Der Vorteil: kurze Wege, bewährte und bekannte Wirkung.

Superfoods spiegeln auch einen gesellschaftlichen Trend wider: Einpersonenhaushalte, «Double Income No Kids» mit starkem Fokus auf Karriere und wenig Zeit für die Küche. Gesund soll die Ernährung aber dennoch sein. Was macht vor diesem Hintergrund echten Superfood aus?
Regula Wolf: Wenn es mal knapp wird mit der Zeit: Eine rohe Frucht, ein rohes Gemüse knabbern – gerne regionales – und der Gesundheit ist etwas Gutes getan. Ich rate davon ab, industriell hergestellte Gerichte zu essen. Ein frischer, schneller Salat ist einfach gesünder und schmeckt besser. Auch nicht gut finde ich Smoothies: Bei Verarbeitung, Transport und Aufbewahrung geht viel zu viel von den guten, gesunden Inhaltsstoffen verloren und sie enthalten zu viel Zucker.
Michael Schinharl: Gutes Essen wird immer seine Zeit brauchen. Gerade in hektischen Phasen sollte man sich die Musse nehmen, zusammen zu kochen und zu essen. Viele gute Produkte lassen sich in kurzer Zeit in schmackhafte Gerichte verwandeln.

Wie sieht Ihr idealer und top gesunder Supersnack für zwischendurch aus?
Michael Schinharl: Ich empfehle zum Beispiel eine Handvoll Heidelbeeren, ausserhalb der Saison auch getrocknet. Oder Rosinen. Von meiner Mutter stammt der beste Heidelbeer-Datschi (Heidelbeer-Crêpes). Lecker, fruchtig und voller Power.
Regula Wolf: Wirz-Chips zum Beispiel: lecker, kalorienarm und supergesund. Mein absoluter Favorit ist eine Handvoll Studenten- oder Friesenfutter aus Nüssen und getrockneten Beeren: Das nährt, lässt sich überallhin mitnehmen und enthält ungesättigte Fettsäuren, pflanzliche Eiweisse, Fette, leicht verwertbare Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, essentielle Aminosäuren, Fluor, Eisen und B-Vitamine, Vitamin A, C, D, E und Säuren wie zum Beispiel Folsäure. Besser geht es nicht.

Mehr über «ZuGast» finden Sie unter www.zugast.tv

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