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Starke Bohnen

Nein das ist kein Aprilscherz: In Bern wächst Kaffee. Und was für einer. Mit einer würzigen Note, einem intensiven Körper und diesem bemerkenswerten Abgang. Ein rekordverdächtiges Muss, finden Gourmets, auch wegen der 29 CHF pro Espressotässchen. Das Tropenhaus Frutigen hatte das erste Schweizer Kaffeeanbauprojekt gemeinsam mit der Berner Traditionsrösterei Blasercafé vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben. Die Menge war zuletzt auf 150 Tassen limitiert und entsprechend schnell ausverkauft. 2013 hatten die exklusiven Treibhausbauern ein knappes Kilogramm Kaffeebohnen geerntet, heuer will das Tropenhaus die Anbaumenge verdoppeln.

Kaffee ist aus der Schweizer Kultur nicht wegzudenken. Er hat als Espresso, Mokka, Latte Macchiato, Cappuccino und besonders als Café Crème seinen angestammten Platz in unserem Alltag. Weit über 1200 Tassen kommen pro Jahr rechnerisch auf jeden Einwohner, damit rangiert die Schweiz im Kaffeekonsum in Europa hinter Finnland und Norwegen auf Rang drei.

Den Gaumen kitzeln
Der hohe Konsum ist auch Nährboden für aussergewöhnliche Schweizer Kaffeegeschichten. Wer sie hautnah miterleben will, muss sich auf eine sensorische Geschmacksreise einlassen. «Was der Kaffee erzählt, erlebt man am Gaumen», betont zum Beispiel der Berner Coffeologe Lukas Niederhauser. «Man kann nicht nur die Art (Coffea arabica, Coffea canephora etc.), sondern Varietäten, Bodenbeschaffenheit, Anbauhöhe, Sonneneinstrahlung und die Bepflanzung schmecken.» Und das ist eine gehörige Herausforderung, schliesslich wird Kaffee – neben dem Frutiger Treibhaus – im gesamten Tropengürtel von Mexiko bis Australien und von China bis Brasilien angebaut. Jedes Jahr importiert die Schweiz rund 100 000 Tonnen Rohkaffee, veredelt etwa ein Drittel davon und exportiert die gute Bohne wieder. Den Rest trinken wir selbst. Etwa 3,5 Tassen pro Person und Tag.

Unseren Anspruch an die Qualität halten wir Eidgenossen seit jeher hoch. Dennoch befindet sich die hiesige Kaffeekultur zurzeit in einem möglicherweise fundamentalen Umbruch. «Unter Gourmets führt der Trend weg von dunklen Röstungen, die wir aus Italien kennen», erklärt Kaffee-Experte Niederhauser, «er geht hin zu hellen Röstungen. Denn hier lässt sich die Frucht im Kaffee besser herausschmecken, es kommen viel spannendere Geschmacksvarianten zum Vorschein. Das Spektrum reicht von Zitrone über Beeren bis hin zu Kakao», schwärmt er.

Vorboten einer neuen Kaffeekultur
Der Coffeologe gehört zu den Pionieren dieser neuen Schweizer Kaffeekultur und will ihr schrittweise zum Durchbruch verhelfen. Er betreibt eine eigene Rösterei und berät jeden Samstagvormittag beim «Märit» in der Berner Münstergasse Gourmets und entdeckungsfreudige Geniesser. Da gibt es viel zu berichten, zu probieren und zu erleben. Denn erst beim komplexen Röstvorgang entstehen all die einzigartigen Kaffeearomen und Geschmacksstoffe. Mittels einer optimalen Zubereitung kommen sie richtig zur Geltung. Niederhauser schult in Wabern bei Bern Profis und solche, die es werden wollen.

Barista-Kurse gibt es inzwischen fast überall in der Schweiz. Dabei erfährt man alles über die optimale Zubereitung von Kaffee, seine Röstung und die Artenvielfalt der Tropenpflanze. Aber auch das Wasser, die Mühle und die Maschine spielen eine wichtige Rolle bei der Zubereitung eines wirklich guten Kaffees. Mit so verheissungsvollen Namen wie «Latte Art Barista», «Grinding & Brewing» oder «Coffee Surfer» laden Kaffeekenner in Bern, Ebikon, Littau oder St. Gallen zu Kursen ein. Mehr Infos gibt es unter www.procafe.ch.

Kunst aus Schaum und Creme – so gelingt der perfekte Cappuccino

Einer grossen Sache auf der Spur: die Kaffeelegende

Es war wohl ein dummer Zufall. Im alten Äthiopien hatten vor mehr als 1000 Jahren Ziegen eines Klosters rote Beeren von einem Strauch geknabbert. Das Ergebnis: Sie waren putzmunter. Das ist ja interessant, sagten sich die Mönche, probierten die Beeren, um sie gleich wieder auszuspucken. Ab ins Feuer damit. Und dann war da dieser unvergleichliche Duft. Sie nahmen die gerösteten Bohnen und brauten den ersten Mokka der Welt. Vielleicht ahnten sie, dass sie damit einer grossen Sache auf der Spur waren.

Verbrauch in der Schweiz (Rohkaffee) 2013

Total Inlandverbrauch ca. 79 000 t (Ø 3 Jahre = 70 000 t)
Verbrauch pro Kopf der Bevölkerung ca. 9,7 kg (Ø 3 Jahre = 8,7 kg)

22 Bewertung(en)

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  • Eddy Rauch,

    Kaffee ist Kult, die Zahlen zeigen es, sehr beachtlich (oftmals auch der Preis :-). Es ist wie schon erwähnt, eine nicht mehr weg zudenkende Art, mit anderen Menschen einfach nur mal abzumachen und sich zu treffen, ob Privat, Beruflich oder zum Date. Danke für die Info's

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  • GI,

    Diese Werbung ist wie so vieles kalter Kaffee.......................

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  • Karel Dobr,

    Interessant und gut gemacht. Kult ist Hurz. Salute!

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    • Hans Christen Roggwil,

      Haben sie sich schon gefragt wie entsteht Koffeinfreien Kaffee?? Bei dem direkten Entkoffeinierungsverfahren werden die Kaffeebohnen zuerst 30min lang heißem Wasserdampf ausgesetzt um anschließend mind. 10 Stunden in den Lösungsmitteln Dichlormethan oder Ethylacetat gespült zu werden. Das aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe mit der Summenformel CH2Cl2. ist eine Zeitbombe. Beim Umgang mit Dichlormethan sollte Schutzkleidung einschließlich Handschuhen getragen werden. Solche Sachen fehlen aber hinter jeder Hochglanz Werbung.

  • Arno Egloff,

    Das wichtigste bei unseren ausgedehnten Wanderungen "alter" Männer ist für uns, am Anfang und am Ende eine gute Kaffee- und Cappuccino-Quelle zu finden. Guter Bericht!

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  • Uta Schilling,

    "Das Auge trinkt mit" sehr schön, das zaubert jedem Besucher ein Lächeln ins Gesicht :-) Dann müssen wir ja mal nach Bern in die Münstergasse kommen. Liebe Grüsse aus Lachen am Züricher Obersee. Uta Schilling

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  • Silvia Ganouchi,

    Kaffee ist für mich seit jeher ein Genuss, das gleicht schon fast einer Sucht.....vorallem am Morgen, ohne Café gehe ich nie aus dem Haus....... Guter Beitrag.............

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  • Enrico Strässler,

    Wenn wir mit den Preisen in unseren Restaurant so weiterfahren wird der Kaffee bald kalt werden !! In grenznahen Regionen werde ich mit € 2,10 noch bestens bedient : In Ungarn bin ich mit € 1,10 dabei und gebe gut und gerne 90 Cent Trinkgeld................Man rechne

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    • Geri Borer,

      Und was verdient das Servicepersonal in Ungarn?

    • Antonio Grisolia,

      Sie haben Recht, ich drinke Kaffee nur zu Hause, ist billig und noch lecker. In Italien kostet 80 bis 90 Rappen.

    • hagedorn,

      und was kostet in ungarn eine 3 zimmer wohnung? was verdient der kellner in deutschland?usw... birnen mit äpfel vergleichen....

  • Richard Brüllhardt,

    Die Dekoration des Kaffees mit Milchschaum werde ich nächstens in der Brasserie Bärengraben in Bern ausprobieren. Genial!

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    • Hans Christen,

      Wenn ich ein Kaffee trinken möchte, so möchte ich Kaffee und nicht Schaum. Aber wie sagt man so schön "Das Auge ist mit"

  • Kurt Kohler,

    Es gibt nichts Besseres, als einen Guten Kaffee!

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  • Sönke Brügmann,

    Genial, ... 1 Kg Rekord-Ernte ... somit traditionell jetzt Schweizer Kaffee-Bohnen aus Bern ... für einen Rekord-Preis für 29 CHF, .. warum nicht ... wenn er den auch so einzigartig schmeckt :-))

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  • KKH,

    In ganz Portugal (auch auf den 11 Inseln im Atlantik) gibt's den besten Espresso bereits ab EUR 0.45!, selten mehr als EUR 1.- .......

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    • Name:hansvonbrügg,

      ...und was kostet der Flug dorthin? Gönnen wir uns doch auch hier eine gute Tasse Kaffee - und dem Personal wie auch dem Cafetier den hier notwendigen und verdienten Betrag. Wir haben leider in allem höhere Kosten. Auch beim Zahnarzt. Gut gemachter Beitrag; wusste nicht wie man den die Schaumfiguren hinzaubert. Spannend und einfach (wenn man weiss wie. Ist wie mit allem).

  • Elisabeth Noelpp-Seiler,

    Die Milchschaumcreationen darf man fast nicht zerstören, so schön sind sie. Gratuliere!

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  • huldrych,

    bin ich hier bei einer versicherung oder bei einer rösterei?

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  • Name:,

    Am liebsten trinke ich einen Espresso ! Aber die Werbung ist gut gemacht.

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  • Reto Lutz,

    Kaffee ist fein. Danke für den Artikel. Interessant geschrieben. Teilweise neue Information - der durchschnittliche Verbrauch ist aber deutlich höher, denn die Neugeborenen bis Teenager sind im Durchschnittsverbrauch im Artikel mit gerechnet - einem Bebé gibt man keinen Kaffee...

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  • Flühler Joseph,

    Diese Kaffee Geschichte mit dem zeigen wie die Suget in die Tasse gezaubert werden ist einfach aus dem Bett werfend ! Bin Besitzer von OLYMPIA CREMINA und Maximatic *Kult Kaffee Maschine* werde es gleich versuchen. Wünsche einen gefreuten Kaffee Genuss Tag.

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  • Name:Sven Ahlborn,

    Danke für den informativen Beitrag! Viele weitere wertvolle Informationen rund ums spannende Thema Kaffee findet man auch auf dem Blog http://kaffawildkaffee.ch. Ein an der Sonne getrockneter Spitzenkaffee aus Wildsammlung.

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  • Maya Wegmüller,

    Guten Tag. Kaffee ist eine wunderbare Pflanze. Für mich ist Kaffee nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Arztneimittel. Ich habe immer Kaffee bei mir. Verletze ich mich, gebe ich Kaffeepulver auf die Wunde. Alle Wunden verheilen ohne eine Narbe zu hinterlassen. Gelernt habe ich dies in Afrika. Freundliche Grüsse Maya Wegmüller

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    • Hans Christen,

      Kann sein das es bei dir hilft, man sagt ja Glaube versetzt Berge. In welchem Land hast du den das aufgeschnappt? Ich kenne Kaffee Farm Besitzer in Tansania, von denen viele Arbeiter blind wurden, aber das erzählt niemand. Ist das das Wundermittel "Kaffeefrucht".

  • Stefanie Mauritz,

    Das erste was ich am morgen tue ist Mir meinen Kaffee zuzubereiten. Ich trinke gerne Kaffee und manchmal auch sehr viel am Tag oder in der Nacht. Ohne Kaffee geht nicht denn Kaffee macht noch mehr Gute Laune :-) Ich geniesse jede einzelne Tasse Kaffee alleine oder in Gesellschaft ....

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  • Regina Kohler,

    Ja, ich trinke jeden Tag mindestens 3 Tassen Kaffee, manchmal auch mehr. Am liebsten ohne Zucker, manchmal mit ein wenig Milch. Aber ich würde niemals für eine Tasse Kaffee mehr als 10 Franken bezahlen.

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  • Marianne aus Frankreich,

    Endlich weiss ich wie man die schönen Figuren auf dem Kaffee hinkriegt. Hier in Frankreich bezahlt man für einen Espresso 1 euro bis 2.20. Für einen Latte Macchiato bis 5 Euro je nach Restaurant oder Bar. Café mélange ist ebenso teuer, doch hat es sehr viel Schlagrahm. Das Video ist sehr gut gelungen. Werde wieder mal in meine Heimatstadt Bern reisen.

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