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Skischuh «to go» die weiche Revolution

Der Auslöser für die «Skischuh-Revolution» war die Unzufriedenheit einer Frau. «Meine Freundin hat sich in ihrem harten Skischuh, wie so viele Wintersportler, nicht wohlgefühlt», erzählt Nicolas Frey. «Also habe ich den Skischuhmarkt mal etwas genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich das Produkt seit 40 Jahren kaum verändert hat.» Frey, der einen beruflichen Background als Designer und Marketingexperte hat, fand das unbefriedigend, setzte sich hin und bastelte in Handarbeit einen komplett neuen Skischuh zusammen.

Ein Skischuh, der (k)ein Skischuh ist
Aber was macht den neuen Schuh so revolutionär? Das wird schon beim ersten Betrachten klar. Anders als konventionelle Skischuhe ist Freys Erfindung kein schwerer Plastikklotz, in dem man sich kaum fortbewegen kann. Das Modell ist vielmehr ein Hybrid aus einem weichen Winterstiefel und einem perfekt funktionierenden Kunststoffskischuh. Im bequemen und erst noch optisch attraktiven «Softboot» kann man den ganzen Tag schmerzfrei gehen und sogar wandern oder Auto fahren. Führt man ihn in das abnehmbare Exoskelett ein, wird ein Skischuh draus, der allen Anforderungen auf der Piste genügt. «Die Verwandlung dauert nicht länger als eine Minute, wenn man ein bisschen geübt ist», erzählt Frey. Er ist selbst begeisterter Skifahrer und trägt auf der Piste nur noch seine eigene Innovation. Auch in der breiten Masse der Wintersportler sprechen sich die einmaligen Qualitäten des neuen, weichen und multifunktionalen Skischuhs langsam herum.

Fünf Jahre sind seit der ersten Idee von Frey vergangen. Mit Hilfe der ehemaligen Weltcup-Skirennfahrerin Aline Bonjour aus Lausanne wurde das Produkt perfektioniert. Frey gründete das Start-up DAHU, mit dem seine Ski-Boot-Innovation inzwischen in Serie produziert wird. Als eine von zahlreichen Auszeichnungen wurde das gute Stück 2014 bei der weltführenden Sportartikelmesse ISPO als «Produkt des Jahres» ausgezeichnet. In der Begründung hiess es fast euphorisch, dass «der DAHU das Potenzial hat, den Skischuhmarkt zu revolutionieren».

Reinsteigen und wohlfühlen – den ganzen Tag
1000 Paar wurden im vergangenen Winter verkauft, schon 6000 sollen es im nächsten Jahr sein. Für die etablierten Skimarken ist das eine kleine Menge. Deshalb beobachten sie den Neueinsteiger bislang nur argwöhnisch. Für Ski-Experten steht jedoch fest, dass der Skischuh eine ähnliche Revolution auf den Pisten auslösen könnte wie der Carving-Ski in den 90er-Jahren.

Der Hybrid-Skischuh macht das Skifahren sicherer – vor allem aber die Bewegung abseits der Piste. Der Innenschuh, der einem Sorel-Boot ähnelt, sorgt für Laufsicherheit auf vereisten und schneebedeckten Terrassen und Treppen. So wird das Laufen zur Gondelbahn oder im Restaurant viel einfacher und ungefährlicher als in einem herkömmlichen Skischuh. Mit dem Exoskelett wird daraus dann ein leichter, aber doch maximal fester Skischuh, der für eine optimale Kraftübertragung und maximalen Schutz des Sprunggelenks sorgt.

Praktisch für Profis
Seine Multifunktionalität macht ihn besonders – und das gilt nicht nur für den Fakt, dass man mit dem Innenschuh vor oder nach dem Skifahren bequem Auto fahren kann. Patrouilleure, die Personen aus einer angehaltenen Gondel raushelfen, können Liftmasten mit dem Innenschuh sicher hochsteigen und Havarierten helfen. Auch für Lawinensuchtrupps, Militär, Skipersonal oder Rennbegleiter hat das neue Produkt unschätzbare Vorteile. Schon jetzt herrscht laut Frey eine grosse Nachfrage von Personen, die professionell mit Skischuhen zu tun haben – zum Beispiel Liftangestellte oder Skilehrer. Auch beim Internationalen Skiverband FIS wurde das neue Produkt bereits vorgestellt.

Bleibt noch die Frage, wie der Firmenname DAHU entstanden ist. Frey: «Der DAHU ist ein mythisches Fabeltier aus dem schweizerisch-französischen Alpenraum. Es hat auf der einen Seite längere Beine als auf der anderen – und ist deshalb perfekt an das Leben in den Bergen angepasst. Ich finde, das passt auch perfekt auf unser Produkt.» Fabelhaft ist nicht zuletzt, dass die Innovation des Designers ganz nebenbei auch die Freude seiner Freundin am Skifahren neu belebt hat.

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