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#4 #42014
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Sicherer Kurvenspass

Neue, bessere Seilbahnsysteme befördern in immer kürzerer Zeit immer mehr Skifahrer auf die Pisten. Die Hänge werden zugleich immer breiter und immer besser präpariert. Alles für mehr Skigenuss. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet: Mehr Komfort bedeutet nicht zwangsläufig ein geringeres Unfallrisiko. Laut Suva-Statistik verunfallen von rund 2,5 Millionen Schweizer Skifahrern und Snowboardern jährlich im Schnitt 66 000 auf Pisten im In- und Ausland.

Skifahrer verletzen sich dabei am häufigsten an den unteren Extremitäten (Hüfte, Beine, Füsse) gefolgt von den oberen Extremitäten (Schulter, Arme, Hände). Bei den Snowboardern sind die oberen Extremitäten am häufigsten von Verletzungen wie Verstauchungen, Zerrungen, Sehnenrissen, Prellungen und Quetschungen betroffen. Die meisten Unfälle ereignen sich gegen 15 Uhr. Dann nimmt die körperliche Ermüdung und damit die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten zu.

Am Limit und darüber hinaus
Die Unfallrisiken auf der Piste hatten zuletzt angesichts der dramatischen und folgenschweren Kopfverletzung von Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher weltweit Schlagzeilen gemacht. «Ein Unfall mit einer derart medialen Tragweite schärft das Sicherheitsbewusstsein und schlägt sich zum Beispiel auf den Verkauf von Helmen nieder», weiss Bruno Kempf. Er fährt selbst – «natürlich mit Helm und Rückenprotektor» – leidenschaftlich gern Ski. Bei der Outdoor-Sportfirma Stöckli ist Kempf dafür zuständig, dass sich das Angebot an Sicherheitsequipment für die Piste stetig verbessert. Und das ist auch dringend geboten. Denn nicht nur die Pisteninfrastruktur hat sich weiterentwickelt. Mit dem heute technisch immer ausgefeilteren Skimaterial fahren selbst nicht so routinierte Sportler tendenziell immer besser, leichter und – schneller. Mit anderen Worten: Wer immer leichter an sein persönliches fahrerisches und konditionelles Limit kommt, läuft auch Gefahr, es zu übersteigen.

Intelligente Bindungen
Für den Fall der Fälle gibt es von Ausrüstern wie Stöckli auch im Winter 2014/2015 immer bessere Sicherheitsfeatures, die Verletzungen verhindern oder zumindest deren Auswirkungen lindern. Eine dieser Weiterentwicklungen sind «intelligente» Skibindungen, die durch das Abfangen von Negativkräften bei Drehungen und ruckartigen Bewegungen die hohe Anzahl von Knieverletzungen beim Skifahren vermindern sollen.

Helme mit Knautschzone
Ebenfalls immer populärer werden die neuen Helme mit Knautschzonen. «Vorbild dafür ist die Knautschzone beim Auto, welche die gesamte Aufprallenergie auffängt. In die Helmschalen werden dazu Puffer mit Sollbruchstellen eingebaut», berichtet Kempf. Dabei freut den Sicherheitsexperten, dass Helme immer mehr auch zu Modeartikeln werden. Es gehe heute nicht mehr nur um den Schutz, vielmehr wollten die Fahrer mit ihrem Gesamtoutfit auch ihren Lifestyle ausdrücken. «Früher waren die Helme schwarz oder weiss. Heute will man damit etwas kommentieren, zum Beispiel, dass ich ein Racer oder Freerider bin. Die Farbe wird wichtiger – sie muss mit dem Gesamtoutfit zusammenpassen», berichtet Kempf. Ob nun die Helme grün oder rosa sind, ist dem Stöckli-Mann allerdings ziemlich egal. Am wichtigsten sei, dass überhaupt Helme getragen werden. «Wenn sicheres und vom Experten geprüftes Material mit umsichtiger und vorausschauender Fahrweise und einer entsprechenden Fitness zusammenkommen, resultiert daraus ein maximales Pistenvergnügen, gepaart mit einem minimalen Unfallrisiko.» Da ist sich Bruno Kempf absolut sicher.

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