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Schluss mit dem Food Waste

Das klingt verrückt: Sie gehen in den Supermarkt, kaufen sich einen Becher Joghurt und werfen ihn am Ausgang gleich in die Mülltonne. Das macht doch keiner. Was der gesunde Menschenverstand verbietet, findet allerdings in etwas abgewandelter Form tagtäglich bei uns statt. Nach Schätzungen der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO landen in der Schweiz durchschnittlich etwa 100 Kilogramm einwandfreier Nahrungsmittel pro Kopf und Jahr im Müll. Teilweise noch komplett verpackt. Oder anders gesagt: Ein Drittel der eingekauften Lebensmittel wandert direkt in den Kübel. Der Grund: Viele treibt die Angst vor gesundheitlichen Risiken, wenn das deklarierte Verfalldatum erreicht ist.

Irreführende Termine
«Vielen ist gar nicht bewusst, was die Kennzeichnungen auf Lebensmitteln überhaupt bedeuten», sagt Dominique Senn. Sie ist Geschäftsleiterin bei foodwaste.ch, einem Verein, der etwas gegen die Lebensmittelverschwendung vor allem in Privathaushalten tun will. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Aufklärung über die Bedeutung der Terminkennzeichnung auf den Lebensmitteln.

Mit dem richtigen Näschen
«Bei gekühlten Lebensmitteln steht ‹Zu verbrauchen bis›: Daran sollte man sich besonders bei Fleisch und Fisch auch halten. Auf den meisten anderen Waren ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung aufgedruckt: Das ist nichts anderes als eine Garantie vom Hersteller, dass die Ware bis zum genannten Termin in Konsistenz, Farbe und Geschmack gleich ist», erzählt Senn. Wenn also das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, bedeutet das keinesfalls, dass das Produkt weggeworfen werden muss. Hier gilt generell die Devise: gesunden Menschenverstand einschalten. Also riechen, eventuell kosten und dann den Entscheid treffen.

Einkaufen mit Plan
Am häufigsten landen jedoch Frischwaren wie Brot, Obst oder Gemüse im Müll. Dagegen kann man schlicht und einfach etwas mit der Veränderung des persönlichen Einkaufsverhaltens tun. Senn: «Es ist zum Beispiel sinnvoll, zu überlegen, wer in der kommenden Woche überhaupt im Haushalt da ist. Dann hilft es, eine Einkaufsliste zu schreiben. Und vielleicht nicht immer für die ganze Woche, sondern nur für drei Tage einzukaufen.»

Dreibeinige Rüebli und krumme Gurken
Allerdings werden auch viele Nahrungsmittel bereits weggeworfen, ehe sie den Verbraucher überhaupt erreichen. Bestes Beispiel dafür ist Obst mit Flecken oder krumm gewachsenes Gemüse. Allerdings hat in diesem Bereich schon das Umdenken begonnen. Coop bietet zum Beispiel unter dem Markennamen Ünique «dreibeinige Rüebli, krumme Gurken, übergrossen Blumenkohl oder Auberginen mit kleinen Flecken» zu attraktiven Preisen an. Senn: «Der Konsument ist jetzt in der Verantwortung, diese Angebote auch zu nutzen. Er kann extrem viel bewirken, um die Lebensmittelverschwendung einzudämmen.»

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