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Mission Mars: Weg ohne Wiederkehr

Die Sehnsucht trägt die Farbe Rot. Der Ort der Begierde liegt über 200 Tagesreisen entfernt – mit einer kleinen Kapsel durchs Weltall. Lebensbedingungen für den Menschen sind ohne Schutzanzug gegen Strahlen nicht gegeben, und mit durchschnittlich minus 55°C ist es dort auch noch mächtig kalt. Das Ziel: der Mars, nach dem Merkur der zweitkleinste Planet unseres Sonnensystems

Eine entfernte Zukunft erforschen
Die Reise ist möglich, so viel ist nach der Ankunft vieler Marssonden und der spektakulären Landung des Marsroboters Curiosity klar. Experten, darunter der niederländische Nobelpreisträger für Physik Gerard ‚t Hooft, halten daher auch eine bemannte Landung für machbar. Und obwohl nichts an das Leben auf der Erde erinnert, würden dennoch hunderttausende von Menschen alles hinter sich lassen und gegen ein One-Way-Ticket auf den Mars tauschen. Die Rückreise nämlich ist ausdrücklich ausgeschlossen. Der Waadtländer Ex-Astronaut Claude Nicollier nennt bei einem Symposium der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch drei Gründe für die Mars-Sehnsucht: «Eine faszinierende Welt verstehen, anderswo mit lokalen Ressourcen leben und die Möglichkeit, eine weit entfernte Zukunft zu erforschen.»

Ob jedoch auch leben und alt werden auf dem Mars möglich ist, bleibt bis zum Versuch ungewiss. Neben NASA und der Mars Society, einer Organisation, die mittlerweile in über 40 Ländern vertreten ist und Raumfahrt als Kulturleistung sieht, hat sich zuletzt die Mission Mars One einen Namen mit ihrer Vision vom Menschen auf dem Mars gemacht. Die private Stiftung, die vom niederländischen Unternehmer Bas Lansdorp gegründet wurde, will schon 2025 vier Menschen in einer 30 qm kleinen Kapsel auf den Mars fliegen. Kostenpunkt: sechs Milliarden Euro.

Big Brother für Astronauten
Von über 200 000 Bewerbern sind nach einem Auswahlverfahren in Runde drei noch 100 übrig. Die werden noch in diesem Jahr in einer Art Big Brother für angehende Astronauten weltweit von TV-Zuschauern als fähig oder unfähig bewertet und danach in die nächste Runde geschickt. Auch die Reise und der Aufenthalt auf dem Mars sollen später auf die Erde übertragen werden. Auf diese Weise soll die Finanzierung der Mission sichergestellt werden.

Der einzige Schweizer unter den letzten 100 ist Steve Schild aus dem Thurgau. Er rechnet sich gute Chancen für das Ticket aus. Auf der Homepage steve-on-mars.com heisst es über ihn: «Steve hat die körperlichen und psychischen Voraussetzungen … und er ist bereit, alles was er an und auf der Erde liebt, für diesen wichtigen Schritt hinter sich zu lassen. Auf die Frage warum, gibt es wohl keine richtige Antwort.» Er selbst erklärt seine Motivation in einem Bewerbungsvideo so: «Den Mars zu erkunden, eine neue Gesellschaft zu gründen, ungeahnte technologische und rohstoffliche Möglichkeiten zu entdecken, etwas für die Menschheit zu leisten, wäre mein grösstes Ziel.»

Frühstück ohne Schwerkraft
Unterwegs zum Mars wird selbst ein Frühstückssandwich zum Abenteuer. Der kanadische ISS-Astronaut Chris Hadfield verrät, wie Brot, Butter und Honig in der Raumfahrt zum schwerelosen Snack zusammenfinden.

Üben in der Wüste
Wie der Anbau von Gemüse und das Leben im Schutzanzug funktionieren könnten, wird derweil in einem anderen Projekt, dem Mars Arctic 365, wochenweise in der Mars Desert Research Station in der Wüste im US-Bundesstaat Utah geprobt. Das Projekt ist die Vorstufe für ein nächstes, das einen Jahresaufenthalt auf einer kanadischen Insel in der Arktis mit Beginn noch in diesem Jahr vorsieht. Warum das alles? Einerseits, um das Interesse an der Reise zum Mars hochzuhalten – derzeit stellt keine Regierung ausreichend Geld für eine menschliche Marsmission bereit. Andererseits, um für den Tag X gerüstet zu sein, denn das grösste Problem sieht die russische Astronautin Elena Kondova darin, Konflikte auf engstem Raum auszuhalten: «Man kann nicht einfach eine Tür zuknallen und einen Spaziergang machen. Auch wenn die Frauen und Männer erst 2030 zum Mars aufbrechen sollten, tun sie gut daran, bereits jetzt mit der Zusammenarbeit zu beginnen.»

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