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Jung, cool, kreativ die neuen Youtube-Stars

Mit feuchten Augen entschuldigt sich das Teenagermädchen in die Digicam: «Ich fühle mich so schlecht, dass ich länger kein Filmchen mehr von mir gepostet und euch damit alle im Stich gelassen habe.» Die Schweiz-Amerikanerin Margaux Hakkaart ist 17, kürzlich von Basel nach Kalifornien umgezogen, und ziemlich ausser sich. Denn es scheint klar: Ein Youtube-Monat ohne neues Material von ihr muss Abertausende von Teenagern, vor allem wohl sie selbst, in eine mittlere Depression stürzen.

Was auf den ersten Blick wie ein schlechtes Kindertheater wirkt, erhält durch nackte Zahlen eine neue Optik. Margaux Hakkaart ist ein Star. Ihr Youtube-Kanal «CutieBututieBeauty» zählt nicht weniger als 350 000 Abonnenten und wurde bereits von unglaublichen 15 Millionen Usern besucht. Ihr erfolgreichstes Video «My School Morning Routine», eine Schminkanleitung für junge Mädchen, haben sich über 2,8 Millionen Internetnutzer angesehen. Das sind mehr, als die erfolgreichsten Musikvideos von Bligg, Stress und Baschi zusammen angelockt haben.

Die Tränen von Margaux dürften rasch trocknen. Seit über drei Jahren postet sie fleissig auf Youtube und dürfte damit bereits Werbeeinnahmen im guten sechsstelligen Frankenbereich verdient haben.

Der grosse Reibach mit Game-Anleitungen
Traumkarrieren wie diese sind keine Seltenheit mehr. Weltweit hat Youtube die TV-Casting-Shows als Medium zur lukrativen Selbstinszenierung längst überrundet. Auch in der Schweiz setzen sich immer mehr vor allem junge Filmchendreher erfolgreich in Szene. Weit oben in der Hitliste stehen zurzeit die zwei 20-jährigen Gymnasiasten Ken Rotaris aus Magden AG und Nicola Petersen aus Muttenz BL. Auf ihrem Kanal «Typhoon Cinema» präsentieren sie Animationsclips zu populären Videogames und erreichen damit täglich 1,5 Millionen Klicks. Ihre Zielgruppe sind die 13- bis 16-jährigen Gamer. Ihr Verdienst: Fünfstellige Werbeeinnahmen jeden Monat.

Die bekanntesten Schweizer Youtuber sind Julia Graf («Julia Graf») und Benoît Moreillon («Diabl0x9»). Der junge Walliser füttert seine 1,6 Millionen Abonnenten mit Tipps für Computerspiele, die studierte Politikwissenschaftlerin aus Bern zeigt in ihren Filmchen, wie man sich ein extravagantes Make-up oder Styling verpassen kann. Rund 800 000 Nutzer und Nutzerinnen haben Grafs Kanal abonniert, über 150 Millionen haben ihn schon besucht. Über die Bernerin haben die «New York Times», «RTL» und auch schon eine israelische Zeitung gross berichtet. Julia Graf, die auch als «Miss Chievous» auftritt, ist in der globalen Visagisten-Szene mittlerweile so angesagt, dass sie schon mehrere Tausend Werbefranken verdient, indem sie irgendein Markenprodukt vor ihre Youtube-Digicam hält.

Wie viel die Youtuber tatsächlich verdienen, dürfen sie nicht verraten. Das ist vertraglich festgelegt. Denn die Werbetarife sind je nach Partner und Filminhalten sehr unterschiedlich. Fakt ist, dass der Rubel in rauen Mengen rollt. Und das in immer gigantischeren Dimensionen. Denn Minute für Minute wächst der globale Youtube-Content um rund 300 Stunden Videomaterial. Da werden selbst die Fans von Margaux Hakkaart über ein paar Wochen ohne neuen Clip ihres Idols hinwegkommen.

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