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Generation Z: Wie lebt und arbeitet sie?

Sie gelten als flexibel, digital, offen und öko: Junge Menschen, die rund um den Jahrhundertwechsel geboren wurden. Als Generation Z drängen jetzt die langsam erwachsen werdenden «Nachfolger der Millennials» auf den Arbeitsmarkt. Das klingt verheissungsvoll, verbindet sich doch mit dieser Generation das Bild von jungen Menschen, die sportlich aktiv und wissbegierig sind und ihre klugen Köpfe lieber zusammenstecken, um neue Start-up-Ideen auszuhecken, als zu kiffen oder Wodkaflaschen zu leeren. Bestätigt wird dies durch die HBSC-Schülerstudie (Health Behaviour in School-aged-Children), die in 44 Ländern unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt wird. In der Schweiz beteiligten sich daran 630 Klassen mit 9894 Schülerinnen und Schülern im Alter von elf bis 15 Jahren.

Es lässt es sich weltweit von den USA über die Schweiz bis nach Australien nachweisen – die Verhaltensmuster der Generation Z sind völlig neu. Sie unterscheiden sich deutlich von denen der Generation Y – die als «digital natives» in den 90ern mit dem Internet und der beginnenden Digitalisierung gross geworden sind. Standen bei ihnen noch die Vernetzung, der spielerische Umgang mit den Möglichkeiten des Web und eine permanente Online-Verfügbarkeit im Mittelpunkt ihrer Lebenswirklichkeit, rücken bei der Generation Z, die heute 19 Jahre und jünger ist, andere Tugenden in den Vordergrund. Sie verstehen sich im Zeitalter des rasanten digitalen Wandels als Experten für Ruhe und Selbstbewusstsein, Work-Life-Balance ist für sie kein Modewort, sondern ein ganz konkreter Anspruch ans Leben.

Appetit auf alles Digitale
«Die Vertreter der Generation Z sind einzigartig», stellte unlängst eine Generationenstudie fest, die Ricoh Europe in Auftrag gegeben hatte. Mehr als 3300 Teilnehmende aus allen vier Generationen und 22 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sind zu ihren Erwartungen an ein Miteinander in der Arbeitswelt befragt worden. «Sie sind stark geprägt von ihren individualistischen Eltern aus der Generation X, haben Geschichten ihrer Grosseltern aus der Babyboomer-Generation gehört und waren Zeuge der Erfolge und Misserfolge der Millennium-Generation», urteilen die Studienmacher. In Kombination mit ihrem Appetit auf alles Digitale bedeute dies, dass die Generation Z über eine solide Grundlage verfüge, um erfolgreich zu sein und in einer sich schnell verändernden und anspruchsvollen Geschäftswelt Wissen an andere weiterzugeben.

Dabei glaubt die Mehrheit der befragten Beschäftigten (88%) aus allen Generationen, dass eine Belegschaft, die aus unterschiedlichen Altersgruppen besteht, für ein Unternehmen von Vorteil ist. Allerdings erwartet angesichts der anstehenden nächsten Welle des technologischen Wandels mehr als ein Drittel (35%) der älteren Beschäftigten eine Zunahme an Spannungen mit Eintritt der Generation Z in ihr Unternehmen.

Kein Bock auf Burn-out
Dies stellt schon jetzt Personalabteilungen vor grosse Herausforderungen. An Fachkräften herrscht fast überall ein Mangel. Der «War for Talents» ist in vollem Gange. Und ausgerechnet jetzt greifen die klassischen Motivationswerkzeuge im Recruiting kaum noch. Die heiss begehrten Nachfolger der Millennials wollen nämlich gar keinen Dienstwagen mehr, auch mit Boni sind sie kaum noch zu locken. Dafür aber mit Sabbaticals, Elternzeit und Kinderbetreuung. Auf Überstunden, Burn-out und Herzinfarkt können die Jungen gut verzichten – das kennen sie von ihren Eltern. Deshalb trennen sie strikt zwischen Berufs- und Privatleben.

Am liebsten ist ihnen ein geregelter Arbeitstag. Spätestens ab 17 Uhr ist Freizeit angesagt. «Die Generation Z begreift, dass die sogenannten Angebote zur Work-Life-Balance in Wirklichkeit deutliche Aufforderungen waren, flexibel zu sein und rund um die Uhr für das Unternehmen mitzudenken. Sie hat erkannt, dass es sich hier eher um ein Work-Life-Blendwerk handelte – und nun zielt sie auf eine Work-Life-Trennung», stellt der Wirtschaftswissenschaftler Professor Christian Scholz fest.

«Es lohnt sich, auf Digital Natives zu setzen», riet kürzlich der vormalige Apple- und Pepsi-Cola Chef John Scully in der «Handelszeitung» Schweizer Konzernen, die ihre Geschäftsmodelle im Sinne einer digitalen Transformation ändern wollen. Warum? «Ganz einfach: Sie akzeptieren nicht, dass etwas nicht geht.»

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  • Fredi Kuchen,

    Gratulation! Hoffentlich ziehen sie ihren Weg durch...

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