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Einbrecher machen keine Ferien

Das waren herrliche Urlaubstage in Cinque Terre: Sonnenbaden im malerischen Riomaggiore, wandern, Bootfahren, italienisch schlemmen. Für Familie Fink aus Uetikon der perfekte Rahmen, um in den Sommerferien im dolce vita die Seele baumeln zu lassen. Und dann das: Als sie nach Hause kommen, ist die Scheibe der Terrassentür eingeschlagen, das Wohn- und Arbeitszimmer auf den Kopf gestellt, der Schmuck, der neue Fernseher und der Computer sind verschwunden. Einbrecher haben ganze Arbeit geleistet.

Polizei und Prävention schrecken ab
Die Urlaubslaune ist den Finks sehr schnell vergangen. Da tröstet sie auch nicht, dass die jüngst veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) ein landesweites Minus bei den Einbrüchen um rund 8 Prozent auf 52 338 festgestellt hat. Die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) führt dies unter anderem auf die grossen Anstrengungen der Kantone gegen Einbrüche zurück. Prävention und die konsequente Verfolgung hätten die Schweiz für Einbrecher weniger attraktiv gemacht. Jeden siebten Einbruch konnte die Polizei vergangenes Jahr aufklären – die Quote stieg um zwei Prozentpunkte.

Mehr Patrouillen
Der St. Galler Strafrechtler Martin Killias erklärte dazu der Nachrichtenagentur SDA, dieser Rückgang der Kriminalität beschreibe einen Trend in Industrieländern. «Westliche Gesellschaften haben in den letzten 20 Jahren viel in die Infrastruktur für die Sicherheit investiert», so Killias. Die Polizei habe auf die Zunahme der grenzüberschreitenden Kriminalität reagiert. «Die Bekämpfung der Einbrüche erhielt Priorität. In Einfamilienhausquartieren zum Beispiel waren vermehrt Patrouillen unterwegs.»

Sicherheit planen
Aber allein auf den steigenden Erfolg polizeilicher Ermittlungsarbeit zu setzen, ist nicht alles. Nachdem die Finks ihr Haus wieder in Schuss gebracht und die zerborstene Terrassentürscheibe ersetzt haben, wollen sie künftig Langfingern den Riegel vorschieben und suchen sich dazu den Rat bei den Einbruchexperten der Kantonspolizei Zürich. Die wissen, dass sich Sicherheit planen und bauen lässt.

Einbrecher wollen keine Komplikationen
Dass man beim Verlassen des Hauses die Fenster schliessen und die Türen hinter sich verriegeln sollte, ist eine Binsenweisheit. Das haben die Finks bei ihrer Abreise ja auch gemacht. Aber wie viel Schutz bieten geschlossene Türen und Fenster vor dem schnellen Zugriff? Die Experten der Polizei wissen, dass Einbrecher grundsätzlich nicht gesehen werden und auch niemandem begegnen wollen. Der Einbruch muss also schnell gehen, ohne viel Aufwand, Lärm und Komplikationen. Am liebsten nutzen sie dafür einfache Hebelwerkzeuge, die in jede Jackentasche passen, wie beispielsweise ein Schraubenzieher. Wenn diese gar nicht erst angesetzt werden können, ist schon viel für die Prävention getan.

Türen nachrüsten
Türenhersteller bieten inzwischen verschiedene, als einbruchshemmend zertifizierte Türen zur Auswahl an, die darüber hinaus auch allen ästhetischen Anforderungen genügen. Auch eine alte Tür kann meist ohne grossen Aufwand mit Zusatzschlössern nachgerüstet werden. Wichtig ist, dass sämtliche Schliessleisten massiv verschraubt und verankert sind, da sie nur so mit allen zusätzlichen Verriegelungen eine funktionierende Einheit bilden können. Um das gewaltsame Abbrechen und Aufschrauben von Schliesszylindern zu verhindern, sollten diese mit Sicherheitslangschildern geschützt werden, die von innen speziell verschraubt werden.

Auch die Fenster sichern
Auch die Fenster werden von Einbrechern zumeist an ihren Schwachstellen aufgedrückt und aufgehebelt. Spezielle Verriegelungen, sogenannte Pilzkopfzapfen, bieten hier wirksamen Schutz. Zur Nachrüstung von älteren Fenstern empfehlen die Präventionsexperten der Polizei, abschliessbare Stangenverschlüsse auf den Rahmen zu schrauben. Selbst wenn das Fenster eingeschlagen wird, verhindert der verriegelte Griff, dass das Fenster von innen geöffnet werden kann. Fenstergitter müssen auf jeden Fall im Mauerwerk verankert und mit lösungshemmenden Spezialschrauben fest verschraubt sein. Gekippte Fenster gelten bei der Polizei als offene Fenster. Versicherungen sehen dies übrigens genauso.

«Eine der wirksamsten Hürden, die Sie gegen Einbrecher aufstellen können, ist eine gute Nachbarschaft», rät der Einbruchspräventionsexperte der Polizei den Finks. «Wenn Sie längere Zeit verreist sind, sollte sich jemand um Ihre Post kümmern, denn ein überquellender Briefkasten ist wie eine Einladungskarte für Einbrecher.» Nicht minder einladend seien auch die Sozialen Netzwerke. Tagesaktuelle Posts mit Urlaubsfotos aus dem romantischen Riomaggiore auf Facebook oder Instagram signalisieren, den Finks gehts gerade ganz schön gut – das freut gute Freunde, aber möglicherweise nicht nur die echten. Gut, wer bei der Wohnungs- und Haussicherheit vorgebaut hat und sich dann auch im Urlaub genüsslich zurücklehnen kann.

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  • Roberto Suter, Kirchstrasse 4 6454 Flüelen,

    Ich finde die Tipps sehr gut, allerdings wären auch Hinweise wichtig, wie man sich gegenüber Autodieben im Ausland besser schützen könnte...

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