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    Einbrechen? Nicht bei uns!

    Teil 3 der Serie: So haben Einbrecher keine Chance mehr

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Einbrechen? Nicht bei uns!

So eine Einladung ist doch etwas Schönes. Sich von den Gastgebern verwöhnen lassen und dann mit ein paar schönen Geschenken freudig von dannen ziehen … Nur manchmal ahnt der Gastgeber gar nicht, was für eine grossartige Einladung er da vorgelegt hat. Sicher ist nur, dass er diese Gäste ganz bestimmt nicht in seinem Haus oder seiner Wohnung haben möchte. Unverschlossene Türen, offene oder gekippte Fenster sowie Aufstiegshilfen auf Balkon und Dach verstehen Einbrecher als willkommenes Entrée für ihre Raubzüge.

Einbrecher lieben dabei den Weg des geringsten Widerstands, stellt die Schweizer Kriminalprävention fest. Schnell die Fenster oder Türscheiben im Erdgeschoss einschlagen oder auf leicht erreichbare Balkone, Terrassen und Dächer steigen. Wenn unvorsichtige Bewohner dann auch noch die Türen unverschlossen oder die Fenster offen lassen, umso besser. Dass Diebe nur im Dunkeln unterwegs sind, ist dabei übrigens ein immer noch weit verbreiteter Irrtum. Die Experten der Schweizer Kriminalprävention stellen fest: «Die grosse Mehrheit aller Einbrüche in Privatwohnungen wird tagsüber begangen, quer durch alle Wohngebiete, und oft schon vormittags. Weil dann die meisten Menschen nicht zu Hause sind, sondern am Arbeitsplatz, beim Shoppen oder sonst irgendwo.»

Einbrecher kennen die Schlüsselverstecke
Dabei ist es relativ einfach, mit einigen durchdachten Schutzmassnahmen das Einschleichen zu verhindern. Das beginnt mit dem Sichern von Fenstern, Türen, Nebeneingängen, Kellerfenstern und Lichtschächten der Wohnung oder des Hauses. Dabei sollten auch Nebenräume und Garagen in die Sicherheitsüberlegungen einbezogen sein. Übrigens: Das Versteck des Hausschlüssels im Garten, in Blumentöpfen oder unter Türmatten kennen Einbrecher mit ziemlicher Sicherheit so gut wie die Eigentümer selbst.

Wie «einladend» das Beuteobjekt ist, erkennen Einbrecher schon am Grundstück. Gartentüren, Hof- und Garagentore sollten daher selbst dann abgeschlossen sein, wenn die Eigentümer zuhause sind. Eine Sprechanlage – am besten mit Videokamera – hilft bei der Überprüfung unangemeldeter Besucher. Weil sie gerne von Einbrechern als Aufstiegshilfe genutzt werden, sollten Mistkübel, Gartenmöbel, Leitern, Rankgerüste und hausnahe Bäume weggeschlossen oder entfernt werden. Einbruchgefährdete Bereiche zu beleuchten, schreckt dunkle Gestalten ebenfalls ab.

Von der Garage ins Haus
Als Einladung verstehen Einschleicher oft auch die Garage. Besonders dann, wenn die Verbindungstür in das Wohnhaus leicht zu knacken ist. Ein einbruchhemmendes Garagentor bietet hier bereits einen sehr guten Einbruchschutz. Bei der Neuanschaffung einer Garage sollten sich Bauherren fragen, ob wirklich Fenster nötig sind, sie dienen als willkommene Einstiegshilfe.

Dass Haus- und Wohnungstüren einbruchhemmend sein sollten, erscheint selbstverständlich. Ist es aber nicht. Viele Aussentüren lassen sich selbst ohne den Einsatz von Einbruchwerkzeug leicht überwinden. Damit dies nicht geschieht, sollten Türen nicht nur ins Schloss gezogen, sondern immer zweifach abgeschlossen werden, selbst wenn man nur kurz das Haus verlässt. Wer seinen Hausschlüssel verliert, sollte umgehend den Schliesszylinder austauschen.

Rollläden runter – aber auch wieder rauf
Einbruchhemmende Rollläden sind so konstruiert, dass sie Einbrechern ihren Job richtig schwer machen. Dafür sorgen stabile Rollladenelemente aus Stahl, eine gegen Heraushebeln gesicherte Führungsschiene, ein spezieller Schutz gegen Aufschieben, ein extra robuster Rollkasten sowie eine massive Endleiste. Rollläden sollten auch bei Abwesenheit nur in der Nacht geschlossen sein, tagsüber würden sie Einbrechern signalisieren, dass es sich lohnt, in aller Ruhe eine Schwachstelle im Haus zu suchen.

Fenster sind die grössten Schwachstellen eines Hauses beim Einbruchschutz. Und zwar vom Keller bis zum ersten Obergeschoss. Gekippt gelten sie bei geübten Einbrechern als offen stehend. Es lohnt sich also, Fenster mechanisch zu sichern. Das fängt bei den Lichtschachtgittern an, die immer massiv verschraubt werden sollten. Sicherheitsfenster sind mit Pilzkopfzapfenbeschlägen gegen das Aufhebeln geschützt, Sicherheitsglas und abschliessbare Fenstergriffe wirken als zusätzliche Barrieren. Abschliessbare Fenstergriffe lassen sich übrigens nachträglich in fast jedes Fenster einbauen.

Weil es Einbrecher ja grundsätzlich eilig haben – statistisch geben sie nach fünf Minuten vergeblicher Versuche meist auf – kann man ihnen auch mit einer Fensterfolie gehörig die Laune verderben. Diese dicke, sehr reissfeste Klarsichtfolie wird von innen an das Fenster geklebt. Wenn die Scheibe von aussen eingeschlagen wird, bleiben die Scherben fest an der Folie kleben – ohne Axt oder ein ähnliches Werkzeug kommt ein Einbrecher dann schwerlich voran. Und auf den damit verbundenen Lärm kann er auch gut verzichten. Denn der wirkt schliesslich ungemein ausladend.

 Wie sicher oder gefährdet Ihr Kanton ist, zeigt die Einbruchrisiko-Karte www.baloise.ch

1 Bewertung(en)

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  • Louis Gatti, Traubenweg 3, 8108 Dällikon,

    Sehr gute Typs; bei unserem Haus als Selbstverstätndlichkeit bereits seit langem ausgeführt und vorgesorgt. Aber vielen Dank für die Infos.

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  • Anonymous,

    Recht herzlichen Dank für die Info. und alles Gute.

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  • Andreas Hauri,

    Wann wir Ferien machen, sind Hauswart und unsere Nachbar informiert, die sorgen für Ordnung

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