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Bootcamps Feldzug zur Fitness

Der innere Schweinehund darf ruhig mal winseln. Wann er wieder gestreichelt wird, entscheidet man aber für sich selbst. Auch wenn das trendige Fitnesstraining «Bootcamp» heisst und der Begriff aus der Militärsprache kommt, steht kein Drill-Kommandant im Tarnanzug vor einem. Im Gegenteil, eher sehr nette Menschen wie Robert Eletic von Bootcamper.ch mit einer Trainerlizenz und viel Spass im Gepäck. Er bietet in Dielsdorf bei Zürich Bootcamp-Fitness an. «Ich bin zwar der Trainer, aber ich brülle niemanden an. Motiviert sind trotzdem alle, was vor allem an der Gruppe sowie den abwechslungsreichen Trainingseinheiten und -bedingungen liegt», sagt er. Und das Gute: Mitmachen kann jeder und jede, alle kommen auf ihre Kosten, weil sie sich individuell fordern können. Das Bootcamp-Publikum reicht vom Büromenschen bis zum Boxer, die Altersstruktur von 17 bis 70 Jahre.

Ran an die Kanonenkugel
Bootcamp steht vor allem für ein Outdoor Training mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Stangen, Bänken, Stöcken und anderem, was sich als Hilfsmittel so anbietet. Oder aber mit ganz lustigen Geräten, die bis anhin relativ unbekannt sind. Sie heissen zum Beispiel «Kettlebells», «Slam Balls» oder «Black Rolls». Mit all diesen Dingen kann man seinen Körper, vorzugsweise unter fachlicher Anleitung, herrlich fordern, ohne mit Rücken, Knie oder Hüfte in Konflikt zugeraten. Die Kettlebell zum Beispiel ist eine Art Kanonenkugel mit Griff, die man schwingt. Mit dem Slam Ball kann man seinem Trainingspartner mit Wucht mal etwas vor die Füsse knallen. Die Auswirkung: Schlimmstenfalls Muskelkater, weil mit diesen Trainingsformen Muskeln angesprochen werden, die man im gewöhnlichen Training sonst nicht so erwischt.

Rausholen, was geht
Beat Eberle, 30, trainiert seit zwei Jahren gemeinsam mit seiner Freundin unter Trainer Robert Eletic in Dielsdorf. «Ich war nie wirklich sportlich», erzählt er. «Ich habe jedoch viel ausprobiert, hatte sogar ein Fitnessabo. Aber ehrlich, es war einfach zu langweilig. Immer das Gleiche, immer drinnen, immer Geräte.» Seine Freundin las einen Aushang zum Bootcamp-Training, nur einen Ort von ihrer Wohnung in Schöfflisdorf entfernt. Nach der Probelektion waren sie überzeugt. «Ich freue mich jedes Mal aufs Neue darauf», sagt Eberle. «Es hat etwas von: Komm so wie du bist und hol aus dir raus, was geht.»

Faszientraining tut gut und löst perfekt Verspannungen. Blackroll-Balls und -Rollen bewirken dabei kleine «Wunder».Kettlebells haben es in sich: Sie gelten als die starkmachenden Allrounder im Fitnesstraining.Die Liegestütze – erst recht in ihrer verschärften Form – ist ein umfassendes Ganzkörpertraining. Sie wirkt immer und vor allem überall.
Faszientraining tut gut und löst perfekt Verspannungen. Blackroll-Balls und -Rollen bewirken dabei kleine «Wunder».
Kettlebells haben es in sich: Sie gelten als die starkmachenden Allrounder im Fitnesstraining.
Die Liegestütze – erst recht in ihrer verschärften Form – ist ein umfassendes Ganzkörpertraining. Sie wirkt immer und vor allem überall.

Fit und schlank
Die meisten Bootcamper legen keinen Wert auf dicke Muskeln. Sie wollen nicht aussehen wie ein Schrank, sondern einfach nur fit und schlank sein. Beat Eberle bestätigt: «Mittlerweile sind wir tatsächlich fit, unsere Körper haben sich verändert, unsere Muskeln sind straffer, ich habe sieben Kilo verloren und wir sind inzwischen echt wetterfest.»

Oft werden zwei Versionen von Bootcamps angeboten. Eine Art Classic-Version, die vor Ort oder an bestimmten Orten in der Umgebung stattfindet, oder aber auch ein City-Bootcamp. «Das ist vor allem etwas für Läufer», erklärt Coach Robert Eletic. «Da wird schon mit etwas Tempo von Station zu Station zu gewechselt.»

Kreativer Sport
Auch Carola Schoch, Gründerin des SwissCityBootCamps aus Zürich, setzt auf eine Mischung aus Stadt und Natur. Sie bietet gemeinsam mit ihrem 30-köpfigen Trainer- und Lizenzpartnerteam schon in vielen Schweizer Städten und auch in Deutschland ein Bootcamp-Konzept an. «Bootcamp ist kreativer Sport und beansprucht den Geist, die Psyche und den Körper. Für mich hat das Training tatsächlich etwas von einer ‹Back to the Roots›-Gesinnung», sagt die Sport- und Ernährungsexpertin. «Haben wir in den 80er- und 90er-Jahren verstärkt auf ein funktionales Indoor Training gesetzt, entdecken wir heute die Natur, unsere Umgebung und unseren eigenen Körper wieder. Wir nutzen alles, was die Stadt bietet: Treppen, Wiesen, Plätze, Geländer, Brücken und Steigungen», schwärmt Schoch. «Kompliziertes wird endlich wieder einfach.»

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